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Normale Version: Steuerklasse 3 und 5?
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Ok Haja aber schön das bei euch so hält Smiley
Und um den TE jetzt ganz zu verwirren, es gibt auch Situationen in denen es besser ist wenn der schlechter verdienende in Steuerklasse 3 und der besser verdienende in Steuerklasse 5 geht Zwinkern
@Hulk Holger Musste das jetzt sein? ???

@iPhone5s Hält meist besser als wenn man verheiratet ist ?
@Hulk Holger Die Situation, musste mir jetzt aber mal erklären.
@Denner Elterngeld. Durch das höhere Nettogehalt bekommt man mehr Elterngeld, da es sich aus dem durchschnittlichen Nettogehalt der letzten 12 Monate berechnet.
Bei euren unterschiedlichen Gehältern müsst ihr aber dann schon unter normalen Umständen mit einer Nachzahlung rechnen; es sei denn, ihr habt viel abzusetzen. War bei uns auch so. Das Finanzamt hat uns dann eine vierteljährliche Vorauszahlung aufs Auge gedrückt.
Der Kern ist:
Egal wie die Klassen gewählt sind, am Ende kommt das gleiche raus (wenn komplett korrekt ausgefüllt)!

Das heisst, wenn man durch 3:5 gegenüber 4:4 monatlich mehr generiert, muss man demnach beim Steuerbescheid mit einer entsprechenden Nachzahlung rechnen.

Ist etwas abstrakt, sollte deshalb aber umso verständlicher sein Zwinkern
@hoho wenn es sich wegen den Zinsen wenigsten lohnen würde jetzt etwas für eine Nachzahlung zur Seite zu legen... Dann lieber einmal im Jahr ne "boni Zahlung" Rofl
@hoho Das ist ja mehr als falsch!! Ich bekomme ca 400€ seit Steuerklasse 3 mehr monatlich und habe eine Nachzahlung von 85€. Mit Steuerklasse 5 hätte ich ca 1150€ wieder erhalten.
@brela1212 Du hast nicht recht. Steuern in D sind Jahressteuern und von daher ist es egal, welche Steuerklasse Du wählst. (Nur das Netto unterscheidet sich unter dem Jahr).
@Denner Das Netto interessiert mich auch nur!!
@brela1212
@hoho hat es verstanden und komplett richtig wiedergegeben. Die Steuer richtet sich nicht nach der Wahl der Steuerklasse sondern nach dem Einkommen. Das wird durch die Einkommensteuer Erklärung dann jedes Jahr festgesetzt und durch entsprechende Nachzahlungen/Erstattungen ausgeglichen.
Ich verstehe hoho so, dass egal ob ich Steuerklasse 3 oder 5 habe, ich am Ende des Jahres nicht mehr oder weniger Geld habe.
Richtig. Deine "Steuerschuld" ist in jedem Fall identisch hoch. Du wählst vereinfacht gesagt mit den Steuerklassen im Grunde nur, ob Du monatlich mehr oder weniger Steuern zahlst, die Summe die Du im Jahr bezahlst ist aber identisch, völlig unabhängig Deiner Steuerklasse. Man macht also kein Plus oder Minus bei der Wahl der Steuerklasse (vorausgesetzt in beiden Fällen sind die Steuererklärungen richtig ausgefüllt).
Aber ich mache ein Plus seit ich verheiratet bin!! Und ich fülle alles selber und richtig aus.
@brela1212 das ist durch das Ehegattensplitting, ändert aber auch nichts an der Aussage. Am Ende ist es von der Steuerklasse unabhängig! Das Plus machst du so oder so.

(21.06.2015, 22:56)brela1212 schrieb: [ -> ]Ich verstehe hoho so, dass egal ob ich Steuerklasse 3 oder 5 habe, ich am Ende des Jahres nicht mehr oder weniger Geld habe.

Falsch mit dem Steuerbescheid hast du nicht mehr oder weniger, der kommt meist etwas später als Ende des Jahres
Machen wir mal ein einfaches fiktives Beispiel:

Partner 1 hat 4.000 Brutto
Partner 2 hat 2.000 Brutto
(Bitte die folgenden Zahlen nicht verwechseln mit den Abzügen vom Brutto, da kommen noch dazu Sozialabgaben, Rentenversicherung, Krankenversicherung etc. Hier gehts mir in dem Beispiel nur um die reine Lohnsteuer um das Modell zu beschreiben. die anderen Abgaben haben keinen einfluss auf das Beispiel)

Lohnsteuer
Partner 1, Klasse 3 : 458,21
Partner 2, Klasse 5 : 454,52
Summe : 912,73 * 12 = 10.952,76 im Jahr

Partner 1, Klasse 4 : 779,46
Partner 2, Klasse 4 : 216,88
Summe : 996,34 * 12 = 11.956,08 im Jahr

Macht einen Unterschied von 83,61 im Monat den man in 3/5 besser steht.

Am Ende des Jahres beim Lohnsteuerjahresausgleich wir aber eine (Jahres)Steuer von sagen wir 11.000 Euro berechnet. bedeutet bei Klasse 4/4 bekommt man 956,08 zurück bei Klasse 3/5 muss man 47,23 nachzahlen. So oder so hat man mit beiden Modellen die gleiche (Jahres)Lohnsteuer gezahlt.
Muss man nach einer Eheschließung überhaupt tätig werden, bzw. was passiert wenn man es einfach bei 1/1 lässt? Das dürfte doch für den Jahresausgleich keine Rolle spielen, oder?
Man kann beim ersten Jahresausgleich das Finanzamt rechnen lassen ob man eine gemeinsame oder getrennte Veranlagung möchte. Das Finanzamt schickt dann die Ergebnisse zurück und man kann das für einen persönlich passende Modell wählen.
@Sonni

Nochmal für alle langsamen: Die Steuerklassenwahl beeinflusst ausschließlich den mtl. Abzug vom Lohn. Abgerechnet wird jährlich. Das ist exakt so wie beim Strom. Ist der mtl. Abschlag zu niedrig, kommt die fette Nachzahlung, ist er zu hoch, die Erstattung.

Steuerlich macht es allerdings einen Unterschied, ob ich alleine veranlagt bin oder gemeinsam veranlagt, weil dann ein anderer STROMPREIS pro Kw Stunde angesetzt wird!!!

die Veranlagungsart bestimmt, den Steuertarif, nachdem meine Steuer berechnet wird, die Steuerklasse die Höhe des Abschlages.


https://www.nettolohn.de/rechner/steuerk...chner.html

http://www.finanztip.de/getrennte-veranlagung/
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