
Turnier Regeln
Nach dem offiziellen UEFA-Reglement ist das Turnier in eine Vor- und eine Endrunde gegliedert. Die Vorrunde ist eine im Meisterschaftsmodus ausgetragene Qualifikation mit Hin- und Ruckspielen. Die Endrunde wird in der Gruppenphase und den Finalspielen ausgetragen. Das, was UEFA-intern als Endrunde bezeichnet wird, ist das eigentliche vom Ausrichter veranstaltete rund dreiwochige Turnier und wird allgemein als Fussball-Europameisterschaft bezeichnet.
Der Modus wurde im Laufe der Zeit mehrmals geandert. Die ersten beiden Turniere, noch Europapokal der Lander genannt, fanden als reine K.o.-Runden statt, bis einschliesslich des Viertelfinales in Hin- und Ruckspielen. Halbfinale und Finale wurden in einem Spiel in einem Land ausgetragen, das sich uber das Viertelfinale qualifiziert hatte. Fur die Turniere 1968, 1972 und 1976 wurden Qualifikationsspiele in acht Gruppen vorgeschaltet, die 8 Gruppensieger ermittelten in Hin- und Ruckspiel in den Viertelfinalspielen vier Teilnehmer der Endrunde, die analog den beiden Vorgangerturnieren ausgetragen wurde. Ab 1980 gab es einen schon vorher qualifizierten Ausrichter, in sieben Gruppen wurden sieben weitere Teilnehmer ermittelt, die in zwei Gruppen wahrend der eigentlichen Europameisterschaft die Finalisten ermittelten. Die Turniere 1984 bis 1992 fanden ebenfalls mit acht Mannschaften statt, dabei gab es aber noch Halbfinalspiele der beiden Gruppensieger zur Ermittlung der Finalisten.
Da durch den Zerfall der Sowjetunion zu Anfang der 1990er Jahre die Mitgliederzahl der UEFA deutlich gestiegen und eine Vermarktung so noch erfolgreicher war, fand ab 1996 das Endturnier mit 16 Teilnehmern sowie einer K.o.-Runde ab dem Viertelfinale statt. Je nach Anzahl der Veranstalter wurden unterschiedlich viele Qualifikationsgruppen mit evtl. Relegationsspielen der Gruppenzweiten durchgefuhrt. Bis 1968 gab es in den Halbfinalspielen bei einem Remis nach Verlangerung den Losentscheid, Finalspiele wurden bei Remis nach Verlangerung wiederholt. Ab 1976 wurde das Elfmeterschiessen eingefuhrt und gleich das erste Finale musste dadurch entschieden werden. Ab 1996 galt die Golden-Goal-Regel und in Folge wurden beide Finale dadurch entschieden. 2004 wurde diese Regel durch die Silver-Goal-Regel ersetzt, die im Halbfinale zwischen Griechenland und Tschechien zur Wirkung kam, und diese dann wieder abgeschafft. Der amtierende Europameister musste sich im Gegensatz zu fruheren WM-Turnieren immer wieder neu qualifizieren, was Spanien (1968), Italien (1972) und Frankreich (1988) nicht gelang. Auf Grund der geringeren Teilnehmerzahl der Endrunde in den ersten Jahren war es in dieser Zeit schwieriger, sich fur die Europameisterschaft als fur die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Seit 1996 ist die Zahl der europaischen Qualifikanten fur die EM hoher oder gleich hoch wie fur die WM.
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