
Das Stade de Suisse ist ein Fussballstadion, das im Wankdorfquartier der Schweizer Bundesstadt steht. Es ist das Stadion des Berner Fussballvereins BSC Young Boys und zurzeit nach dem St. Jakob Park in Basel das zweitgrösste Stadion der Schweiz. Es wurde nach dem Abriss des alten Wankdorfstadion 2001 gebaut und 2005 offiziell fertiggestellt und bietet neben der Funktion als Fussballstadion auch eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz, eine Schule, mehrere Wohnungen und ein Solarkraftwerk. Die UEFA hat das Stadion als Vier-Sterne-Stadion klassifiziert. Im Jahr 2008 werden während der Fussball-Europameisterschaft drei Gruppenspiele in diesem Stadion stattfinden. Im Jahr 1961 fand das Finale im Europapokal der Landesmeister und 1989 das Europapokal der Pokalsieger-Finale in Bern statt. Ausserdem fand 1954 im Wankdorf unter anderem das Finale der Fussballweltmeisterschaften statt, durch das es weltbekannt und "legendär" wurde.
Geschichte
Ab 1924 spielte YB auf dem Berner Wankdorffeld. Am 18. Oktober 1925 wurde das erste Wankdorfstadion mit insgesamt 22'000 Plätzen, davon 5'000 überdachte Stehplätze und 1'200 überdachte Sitzplätze, eröffnet. Während der 1930er-Jahre wurde es in mehreren Schritten ausgebaut: 1933 kam ein zweites Trainingsfeld hinzu, 1936 die Ecktürme. 1939 wurde mit dem Bau der Stehrampe gegenüber der Tribüne das Stadion auf 42'000 Zuschauerplätze erweitert. Für die Fussball-Weltmeisterschaft 1954 wurde das Stadion abgerissen und von den Architekten Haemmig und Muzzulini vollständig neu gebaut. Insgesamt 64'000 Zuschauer fanden nun auf 56'000 Steh- und 8'000 Sitzplätzen Platz. 2001 wurde das nun veraltete und baufällige Wankdorf abgerissen - die Zuschauerkapazität betrug aus Sicherheitsgründen gegen Schluss nur noch ca. 22'000 Plätze. Beim letzten Punktspiel im alten Stadion waren mit Fritz Walter und Gyula Grosics zwei der wichtigsten Spieler des wohl denkwürdigsten Spiels der Stadiongeschichte anwesend. Ein Rasenstück des Spielfelds fand seinen Weg in den Garten des Bundeskanzleramts in Berlin. Kurz nach dem Abriss begann man mit dem Bau eines neuen Stadions an gleicher Stelle. Das Stadion wurde Ende Juli 2005 fertiggestellt und eingeweiht. Der Final um den Schweizer Cupsieger wurde bis 2001 jedes Jahr in Bern ausgetragen. Seit 2006 findet der Cupfinal wieder in Bern statt, wird jedoch jährlich vergeben.
Allgemeines
Es finden 31.783 Zuschauer Platz, wobei es sich um ein reines Sitzplatzstadion handelt. Allerdings werden im Fansektor der Berner Young Boys die Eintrittskarten als Stehplatz und damit günstiger verkauft. Damit ist das Stade de Suisse das zweitgrösste Stadion der Schweiz. Es befindet sich ca. zwei Kilometer nördlich vom Stadtzentrum im Quartier Wankdorf. im Stadion integriert ist ausserdem eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz.
Gebaut wurde das neue Stadion von "Marazzi Generalunternehmung". Der Bau dauerte über drei Jahre, dabei wurde über 100'000 Kubikmeter Beton verbaut, womit das Stadion schwerer als der Eiffelturm ist. Mit über 350 Millionen Schweizer Franken Baukosten ist das Stadion ausserdem das teuerste Gebäude in der Geschichte der Schweiz. Das Stadion gehört komplett einer Investorengruppe aus Luzern; zu den Mitinhabern zählt unter anderen Andy Rihs, Vorsitzender von Phonak und dessen Bruder.
Daten
Ort: Bern, Schweiz
Eigentümer: Stade de Suisse AG
Verein: BSC Young Boys
Erstes Spiel: SC Young Boys - Olympique Marseille 2:3
Kapazität: 31.783 Plätze
Spielfläche: 105 x 68 m
Oberfläche: Kunstrasen (Für die EM 2008 wird Naturrasen eingelegt
Kosten: 350 Millionen Franken
Quelle: Wikipedia
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