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Eigene App: So verdient man Geld damit
#1

Wurde in die Programmierung der eigenen App viel Herzblut, Zeit und auch Geld investiert, ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Publisher mit ihrer Anwendung zukünftig auch Geld verdienen möchten. Allerdings ist dies gar nicht so einfach.


Grundsätzlich stehen jedoch verschiedene Modelle zur Auswahl, um die eigene App zu monetarisieren. Daneben kann eine App auch einen finanziellen Wert auf indirekte Weise schaffen, indem beispielsweise die Verkäufe durch einen App-Onlineshop angekurbelt werden.


Es ist im Übrigen gar nicht unbedingt nötig, die App in Eigenregie zu programmieren, da viele professionelle Anbieter zur Verfügung stehen, bei denen eine eigene App programmieren lassen werden kann. 


Auf welche Arten es dann nach der Programmierung möglich ist, mit der eigenen App Geld zu verdienen, erklärt der folgende Beitrag. 


App starten

Kostenpflichtige Downloads


Dieses Modell werden die meisten wohl kennen: Vor dem Download einer App muss der Preis gezahlt werden, welcher durch den App-Publisher festgelegt wurde. Besonders Anwendungen aus dem Produktiv- und Kreativbereich nutzen häufig diese Variante. 


Allerdings haben die potenziellen Nutzer oft Vorbehalte, wenn diese eine App kaufen sollen, die sie im Vorfeld nicht testen konnten. Daher ist es empfehlenswert, sämtliche Mittel, die im App-Store zur Verfügung stehen, um die Vorteile der jeweiligen App darzustellen, zu nutzen, wie beispielsweise Beschreibungstext, Screenshots und Vorschauvideos. 




Werbung in der App



Eine eher unbeliebte Lösung, um mit Apps Geld zu verdienen, stellt das Einblenden von Werbebannern dar. Dafür muss in die jeweilige Applikation ein SDK eines Advertising-Anbieters integriert werden. Für jeden Werbebanner, der zukünftig eingeblendet wird, erhält der Publisher dann Geld. 


Um mit Werbung in Apps einen ordentlichen Betrag zu verdienen, ist allerdings eine sehr große und dabei überaus engagierte Kundschaft nötig. Ansonsten ist es kaum möglich, ausreichend Impressions zu sammeln, damit sich die Werbung lohnt. Daneben wird der generelle Eindruck der App durch die angezeigte Werbung nicht unbedingt verbessert. 


In-App Käufe



In-App Käufe werden auch als App Purchases bezeichnet und meinen die Möglichkeit, Käufe direkt in der Anwendung zu tätigen, um Beschränkungen aufzuheben oder zusätzliche Funktionen und Inhalte freizuschalten. In Spielen können so beispielsweise die Fortschritte des Spielers beschleunigt oder neue Welten entdeckt werden.


Die In-App Käufe stellen grundsätzliche eine empfehlenswerte Art dar, die eigene App zu monetarisieren. Schließlich ist es einfacher, zufriedene Bestandskunden dazu zu bringen, für die App, die sie bereits kennen, Geld zu investieren, als direkt zu Beginn Geld für eine unbekannte Anwendung zu verlangen. Daneben kann jeder Nutzer vollkommen frei entscheiden, ob dieser gewillt ist, für zusätzliche Funktionen oder Inhalte Geld auszugeben.


Abo-Modelle


Geht es um Abo-Modelle, herrschen besonders in Deutschland auch heute noch große Vorbehalte bei den Verbrauchern. Dabei stellen Abo-Modelle für eine Vielzahl von Apps durchaus eine faire und elegante Lösung dar.


Da Apple und Google grundsätzlich hohen Wert darauf legen, dass Nutzer ihre Abonnements einfach und transparent verwalten können, muss im Grunde niemand mehr Angst haben, in eine sogenannte Abo-Falle zu rutschen. Jedes Abo kann heute mit nur wenigen Klicks beendet werden. 


Sinnvoll ist es dennoch, den Nutzern im ersten Schritt eine kostenfreie Testphase anzubieten, in der sie die App kennenlernen können, bevor sie ein Abo abschließen. 


Spenden und Patronage



Die loyalen Fans um finanzielle Unterstützung zu bitten, ist in der Podcast-Szene schon lange keine Ausnahme mehr. Durch entsprechende Plattformen ist es so für die Hörer möglich, auf freiwilliger Basis zu spenden – ob in Form einer einmaligen oder einer wiederkehrenden Zahlung. 




Dieses Modell wird ebenfalls bei einigen Apps genutzt. Allerdings kann diese Möglichkeit der Monetarisierung ausschließlich bei Applikationen funktionieren, welche sich durch eine wirklich eingefleischte Anhängerschaft auszeichnen, die sichergehen möchte, dass die App auch in Zukunft weiterhin existiert. 


Um eine App auf diese Art zu finanzieren, ist es nicht zwingend nötig, dass diese humanistische Ziele verfolgt oder sich der Weltrettung verschrieben hat. Das Modell kann auch gut funktionieren, wenn die Applikation Services oder Inhalte für eine ganz besondere Nischen-Zielgruppe liefert.


Merchandise



Selbst geringe Preise sind viele Menschen nicht bereit für eine App zu zahlen. Allerdings würden sie kaum zögern, wenn es darum geht, fünf Euro für ein T-Shirt auszugeben. Somit können App-Publisher ebenfalls versuchen, ihre Marke mithilfe von Merchandise finanziell zu stärken. 


Dafür muss jedoch die Grundvoraussetzung erfüllt werden, dass eine wirklich starke Marke hinter der jeweiligen App steht. Denn – wie auch bei dem Monetarisierungs-Modell Spenden und Patronage – ist es nur möglich, Geld zu verdienen, wenn die App tief in den Herzen der Nutzer verankert ist und diese so gerne bereit sind, für T-Shirts, Tassen oder Schlüsselanhänger zu zahlen. 


Leider können nur die wenigsten Apps von sich behaupten, eine derart starke Marke darzustellen. Ist dies jedoch erst einmal der Fall, lassen durch Merchandise noch wesentlich höhere Umsätze erzielen, als beispielsweise durch In-App Verkäufe. Ein tolles Beispiel dafür stellt beispielsweise der Siegeszug von Angry Birds dar.


Offene Kommunikation und langfristige Strategie 



Durch diese vielen unterschiedlichen Möglichkeiten für die Monetarisierung von Apps wird deutlich, dass sich Publisher umfangreiche Gedanken machen müssen, welche für ihre Anwendung am besten geeignet ist. 


Dabei sollte durchaus auch ein wenig herumexperimentiert werden. Generell gilt, dass das Vertrauensverhältnis durch die Monetarisierungsversuche nicht belastet werden darf, weshalb eine offene Kommunikation sowie eine langfristige Strategie unverzichtbar sind.


Fragen kannst du im Forum für iOS Entwickler stellen.

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