Ordner teilen: Apple verschiebt neues iCloud-Feature

Wie die Webseite zu macOS Catalina verrät hat Apple die Einführung der iCloud Ordnerfreigabe verschoben.

Die wichtige Cloud-Speicherfunktion hat bereits Monate in der Entwicklung verbracht und hätte es Benutzern ermöglicht, Ordner in ihrem iCloud Drive über einen privaten Link mit anderen Apple-Nutzern zu teilen.

Sie erschien erstmals in den frühen Beta-Versionen von iOS 13, bevor es vor der offiziellen Veröffentlichung für iPhones und iPads im vergangenen Monat wieder entfernt wurde. Wie erwartet hat es die Ordnerfreigabe auch nicht in das gestern veröffentlichte macOS Catalina geschafft.

In frühen Beta-Versionen von macOS Catalina wurde beim Rechtsklick auf einen Ordner in iCloud Drive ein Untermenü angezeigt, mit dem man einen privaten Link zu diesem Ordner generieren und ihn per AirDrop, Nachrichten, Mail oder mit Personen in den Kontakten teilen konnte.

Jeder, der den Link erhalten hat, konnte auf den Ordner in iCloud Drive zugreifen, neue Dateien hinzufügen und mit den neuesten Dateiversionen auf dem Laufenden bleiben.

Auf der Seite mit den Funktionen von macOS Catalina sagt Apple, dass die Freigabe von iCloud Drive-Ordnern jetzt „Diesen Frühling kommt“ ist, also auf 2020 verschoben wurde. Im Gegensatz dazu sagt Apple auf seiner iOS 13 Features-Seite allerdings immer noch, dass das Feature „später in diesem Herbst“, also noch 2019, auf iPhones und iPads kommt, obwohl das dafür benötigte iOS 13.2 in Beta 1 die Funktion immer noch nicht zu unterstützen scheint.

Im Moment ist es nur möglich, einzelne Dateien in iCloud Drive gemeinsam zu nutzen, was einen erheblichen Nachteil gegenüber konkurrierenden Cloud-Speicherdiensten bietet.

Wenn man iCloud dennoch verwenden möchten, um mehrere Dateien gemeinsam zu nutzen, kann man versuchen, eine komprimierte Zip-Datei mit mehreren Dateien zu teilen, oder eine „Sparse-Image“-Datei mit dem Festplatten-Dienstprogramm zu erstellen und Dateien für die Freigabe über iCloud in diese einzufügen. Andernfalls wird vorerst ein alternativer Cloud-Service wie Google Drive und Dropbox vorgeschlagen, die bereits seit Jahren die Möglichkeit der Ordnerfreigabe bieten.

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