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iPad VS MacBook Air
#1

Moin zusammen, 
ich steh grad vor der schweren (Luxus) Frage, mir das iPad Pro oder das MacBook Air zu holen. 
Jetzt habe ich neben den offensichtlichen Punkten (Touchscreen, feste Tastatur ...) versucht mal den "Motor" zu vergleichen, daran scheiter ich aktuell.
Was denkt ihr? In wie weit sind Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit bei den beiden vergleichbar, mal angenommen man nimmt ein iPad Pro 12,9" gegen das iPad Air 13" in der "einfachsten" Variante gegeneinander?
Danke,
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#2

Man kann die reine Leistung von einem iPad und einem Computer nicht einfach so vergleichen. Das iPad hat natürlich einen klar definierten, beschränkten Funktionsumfang, während das MacBook Air ein „General Purpose“-Computer ist. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Prozessorarchitekturen stark. Ein kleiner Ausflug in die Theorie dahinter:

Jeder Prozessor hat eine durch die Hardware festgelegte Anzahl Befehle, die er ausführen kann. Die lassen sich nicht durch Updates ändern, und unterscheiden sich auch über Generationen hinweg nur wenig. Das sind keine komplexen Operationen wie die Darstellung eines Programms, sondern ganz grundlegende Dinge wie zum Beispiel Mathematische Operationen (zwei Zahlen addieren, subtrahieren etc.). Daraus werden dann die Programme zusammengesetzt.

Die iOS-Prozessoren basieren auf der ARM-Architektur, ARM-Prozessoren gehören zur Klasse der RISC-Prozessoren. RISC steht für „Reduced Instruction Set“, also Englisch für „eingeschränkter Befehlssatz“. Ein RISC-Prozessor unterstützt wirklich nur ein Minimum dieser grundlegenden Befehle, möglichst wenige, um den Prozessor möglichst simpel und einfach zu machen. Alle komplexeren Dinge, wie zum Beispiel Kryptographie, müssen dann in die Software programmiert werden, und aus den simplen Operationen zusammengesetzt werden.

Ein Intel- oder AMD-Prozessor, wie er in normalen Laptops und Computern verbaut ist, ist generell ein CISC-Prozessor (Complex Instruction Set). Beim CISC-Prozessor verfolgt man das Ziel, die Hardware der CPU zusätzlich zu den grundlegendsten Operationen um sinnvolle Funktionen zu erweitern, die häufig gebraucht werden. Zum Beispiel Kryptographie. Dann gibt es einen speziellen Befehl für den Prozessor, um zum Beispiel einen Datensatz zu ver- oder Entschlüsseln.

Wenn du also eine Website aufrufst (heutzutage sind ja fast ausnahmslos alle Websiten HTTPS-Verschlüsselt), dann muss der Datenverkehr ver- und entschlüsselt werden. Das iPad muss die Verschlüsselung dann in der Software durchführen, was das Programm (den Browser) natürlich aufhält. Das MacBook kann dem Prozessor einfach sagen „verschlüssel das“, und bekommt in einem Rutsch die verschlüsselten Daten zurück.

Das war jetzt am Beispiel Kryptographie, trifft aber auch auf viele andere Dinge zu. Moderne Prozessoren haben auch Befehlserweiterungen für Bild- und Videodatenverarbeitung, Audiodatenverarbeitung, Machine Learning / Künstliche Intelligenz, etc. Klar kann man sowas alles auch in die Software programmieren, aber es ist natürlich viel effizienter und schneller, wenn der Prozessor eine extra Hardware dafür hat. Deshalb überwiegt vielleicht die reine Leistung des iPads, aber das MacBook kann viele Funktionen die man im Alltag hunderte und tausende Male ausführt, massiv (und dabei spricht man oft um das 10-fache oder mehr) beschleunigen, in dem es den erweiterten Befehlssatz direkt auf dem Prozessor benutzt.
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#3

Die Frage ist, was brauchst du??

Surfen und Freizeitspaß ohne großen Anspruch = IPad (wobei man mit dem PRO auch in Teilen sehr produktiv arbeiten kann)

Office und Software nutzen, die nicht 0815 sind = MacBook ( die Leistung des Mac sollte man entsprechend des gewünschten Usercases wählen)

iPhone X (13.7)
iPad Mini 5
MBP Early 2015
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#4

Danke für die ausführlichen guten Antworten. Und die coole Erklärung mit dem Prozessor.

Es ist halt gemischt, ein wenig iMovie emails Numbers und Präsentationen. Muss aber dazu sagen das Stationär nich ein iMac da ist
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#5

Also ich würde mich für das MacBook entscheiden. Du bist einfach flexibler, es steht mehr Software zur Verfügung, nicht nur der AppStore, Multitasking mit mehreren frei positionierbaren Fenstern ist einfach immer noch flexibler als der Splitscreen vom iPad, nahezu jedes Programm hat auf dem iPad einen eingeschränkteren Funktionsumfang als auf dem Mac (zum Beispiel Office-Programme, Mail, Safari, nur auf dem Mac hat man wirklich den vollen Funktionsumfang und nicht nur eine reduzierte Version), die Dateiverwaltung ist auf dem Mac nach wie vor schneller und übersichtlicher als auf dem iPad, weil auf dem iPad jede App irgendwie ihren eigenen Speicherbereich hat, man dann ständig Dateien erstmal zwischen Apps hin und herschicken muss, und man nicht alles direkt in Ordner einsortieren kann, die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Ich habe ein iPad Pro von der ersten Stunde, aber ich habe noch nicht eine Situation gefunden, wo ich das iPad wirklich geeigneter fand als einen Laptop. Surfen, Videos gucken, E-Mails schreiben, das alles geht auf dem iPad ganz gut (aber halt auch genauso gut auf dem Mac), aber wenn ich wirklich ein Dokument schreiben will oder ein paar Fotos sortieren will oder so, hole ich immer meinen Laptop raus. Das iPad ist für mich also maximal ne Ergänzung zum Laptop, kein Ersatz. Selbst mit Tastatur und Co, es reicht ja schon, dass ich auf dem Sofa auf dem Schoß tippen möchte, und schon ist ein iPad mit Tastatur wieder unpraktisch. Das iPad hat in den letzten Jahren sicherlich Fortschritte gemacht, was die produktive Nutzung angeht. Aber eingeholt hat es einen Laptop noch nicht. Und das MacBook Air ist so leicht und dünn, das ist auch einfach beeindruckend. So sehe ich das zumindest Smiley
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#6

Danke für das Feedback, ja, das war auch mein grundsätzlicher Weg. Der Punkt an dem ich grad noch ein wenig hadere ist, nehmich das iPad als Zusatz zum iMac oder brauch ich was zweites "Vollwertiges" ... ich schlaf da nochmal drauf...
Finde ja die neue Tastatur dazu schon sehr reizvoll... muss man halt auch mal live sehen.
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#7

Ein wichtiger Punkt, der bei deiner Entscheidung nicht vernachlässigt werden sollte, ist die Usebility. Gerade, wenn du auf dem Sofa mal etwas tippen möchtest, wirst du mit dem Macbook Air mehr Spaß haben. Selbst wenn du dir für das iPad Pro die teure Tastatur kaufst, kippt das Teil bei "Schoßbetrieb" schnell um. Da gibt es zig Videos zu bei Youtube. Grund ist das Gewicht des Ipads -> Schwerpunkt liegt sehr weit hinten.
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#8

Und wenn Du schon evtl. mit einen MacBook liebäugelst, dann nimm ein MacBook Pro 13" und kein Air. Der Lüfter am Air hat mich in den Wahnsinn getrieben wie ich das Teil kurzfristig getestet habe.
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#9

@indiana1212
Den Lüfter meines MBAs habe ich noch nie gehört. [Bild: 1f603.png]
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#10

Ich schließe mich den andern Nutzer*innen an.. wenn du mit deinem Gerät vernünftig arbeiten möchtest.. sei es "nur" ein paar Emails zu schreiben, würde ich dennoch zum MacBook greifen. Mit einem iPad ist das alles andere als effektiv. 

Viele Grüße Daniel
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#11

Ich finde, es kommt stark auf den Anwendungsfall an. Auf der Arbeit nutzen wir sowohl Macbooks als auch iPads. Das iPad hat natürlich den Vorteil, dass es gegenüber des Macbooks nochmal flexibler ist. Vor allem für Präsentationen eignet sich ein iPad wirklich extrem gut und da merkt man auch die fehlende Rechenpower nicht. Solltest du hauptsächlich mit "normalen" Office Anwendungen arbeiten, würde ich wohl doch eher zum Macbook Air greifen.
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#12

Also gerade Flexibilität wäre jetzt eine Eigenschaft gewesen, die ich dem MacBook zugeschrieben hätte Biggrin Denn nur das MacBook ist ein vollwertiger Computer, nur da hast du die Möglichkeit, sowohl auf Apps als auch auf reguläre Programme zurückzugreifen. Beim iPad ist man auf Apps beschränkt, und auch wenn die iPad-Apps mittlerweile natürlich sehr viel können, den vollen Funktionsumfang findet man nach wie vor nur in den Mac-Varianten der Software.
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#13

(15.01.2021, 18:15)LukeLR schrieb:  Also gerade Flexibilität wäre jetzt eine Eigenschaft gewesen, die ich dem MacBook zugeschrieben hätte Biggrin Denn nur das MacBook ist ein vollwertiger Computer, nur da hast du die Möglichkeit, sowohl auf Apps als auch auf reguläre Programme zurückzugreifen. Beim iPad ist man auf Apps beschränkt, und auch wenn die iPad-Apps mittlerweile natürlich sehr viel können, den vollen Funktionsumfang findet man nach wie vor nur in den Mac-Varianten der Software.

Ja, das stimmt natürlich Smiley Habe mich in Bezug auf Flexibilität eher auf den Transport und dann schnellen Zugriff auf die Inhalte bezogen. Mit meinem iPad kann ich auch gut auf der Arbeit oder auch zuhause rumlaufen und es währenddessen bedienen, das wird mit dem Macbook schon schwerer. Aber du hast natürlich recht, dass das iPad niemals ein vollwertiges Macbook ersetzt. Habe den Anfangspost auch so aufgefasst, dass ein ergänzendes Produkt gesucht wird Smiley Sollte noch keinerlei Macbook vorhanden, dann wäre das natürlich die erste Wahl Zwinkern
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